Folgen

elternunabhängiges Bafög

Elternunabhängiges BAföG ist eine Art der Förderung, welche unabhängig von dem ist, was Deine Eltern verdienen. Nur Dein eigenes Einkommen und Vermögen wird in diesem Fall in die Berechnung einbezogen. Elternunabhängiges BAföG gibt es als StudentenBAföG oder als SchülerBAföG, z.B. für Dein Abitur auf einem Abendgymnasium.

Generell gilt: die Bafög-Berechnung ist komplex und an viele unterschiedliche Bedingungen geknüpft.

Auf elternunabhängige BAföG hast Du eine gute Chance, wenn eine der Folgenden Bedingungen erfüllt ist:

- Du bist über 30 und hast die Fachhochschule- bzw. Hochschulreife auf dem zweiten Bildungsweg  oder durch Deine beruflichen Qualifikationen erlangt

- Dein Studium hat sich aus familiären Gründen nach hinten geschoben, wie z.B. durch die Kindererziehung, Schwangerschaft, die Betreuung behinderter oder hilfebedürftiger Kinder, eine Erkrankung oder Behinderung, das Durchfallen im Auswahlverfahren oder eine mindestens 8-jährige Dienstzeit bei Bundeswehr oder Polizei, die Du vor Deinem 23. Lebensjahr begonnen hast.

- Du warst zwischen Deinem 18. Geburtstag dem Beginn Deines neuen Ausbildungsabschnitts schon erwerbstätig, hast also gearbeitet? Darunter fällt, wenn Du bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen hast und danach gearbeitet hast. Bei einer zweijährigen Ausbildung musst Du 5 Jahre gearbeitet haben, bei einer dreijährigen Ausbildung 3 Jahre. Dein durchschnittlicher Bruttolohn muss dabei 478,80€, bzw. 778,80€ (wenn Du nicht zuhause gewohnt hast), betragen haben. Eine frühere Erwerbstätigkeit bietet Dir somit die Chance, unabhängig vom Einkommen Deiner Eltern BAföG zu beantragen.

Als Erwerbstätigkeit gilt Vollzeitarbeit, Teilzeitarbeit oder selbstständige Arbeit. Du musst nicht zwangsweise fünf Jahre am Stück gearbeitet haben. Dazu gelten allerdings keine Ferienjobs.

Welche Tätigkeiten werden beim elternunabhängigen BAföG noch angerechnet?

  • Wehr- oder Zivildienst
  • freiwilliges soziales Jahr
  • Bundesfreiwilligendienst
  • Haushaltstätigkeit im eigenen Haushalt mit einem behinderten oder auf Hilfe angewiesenes Kind unter 10 Jahren
  • Arbeitsunfähigkeit aufgrund von Krankheit
  • gesetzlicher Mutterschutz
  • Erwerbsunfähigkeit
  • Maßnahmen zur medizinischen oder beruflichen Rehabilitation
  • Maßnahmen zu beruflichen Weiterbildung (§§ 77 ff. SGB III)
  • Leistungen wie Arbeitslosengeld 1 oder Krankengeld empfangen, die 100% des Bedarfssatzes entsprachen (ALG 2 zählt hier nicht rein)
  • Arbeitslosigkeit (nur, wenn Du während dieser Zeit keine Ausbildung gemacht hast, die BAföG förderungswürdig war)

- Du hast schon einmal studiert, das Studium abgebrochen und im Anschluss fünf Jahre gearbeitet? Dann gilt Dein neues Studium als neuer Ausbildungsabschnitt. Bei einem zweiten Studium hast Du also die Berechtigung für elternunabhängiges BAföG.

- Dein Abi kannst Du nicht nur auf einem Gymnasium oder einer Gesamtschule erzielen, sondern auch auf einem Abendgymnasium oder Kolleg. Beim Abitur auf dem zweiten Bildungsweg bekommst Du somit elternunabhängiges BAföG! Das Ziel Deines Schulbesuchs muss das Abitur sein.

Weitere Informationen rund um das Thema findest Du hier: 

https://www.meinbafoeg.de/elternunabhaengiges-bafoeg/

 

 

#eltern #elternunabhängig #elternunabhängigesBafög #unabhängig

0 Kommentare

Zu diesem Beitrag können keine Kommentare hinterlassen werden.